Wer ist online?

Mitglied: 0
Besucher: 1

Anzeige

22 Feb 2010 - 16:49:33
Ein fröhliches Nihao von einer erholten Karo...
….an alle, die es hierher geschafft haben. Wer hätte gedacht, dass die Seite urplötzlich die .de Adresse ändert, mein erster Gedanke war, irgendwie wurde mein Blog gelöscht. Zum Glück wars nicht so und ich kann euch weiterhin auf den neuesten Stand bringen. Ich bin noch in Shanghai. Das dürfte niemanden überraschen. Allerdings bin ich auch noch im Hotel. In meinem Luxushotel mit dem Traumzimmer und der beschissenen Lage im niedlichen Bezirk am Ende der Welt. Ich habe einen Entschluss gefasst: ich ziehe um....ins Hotel. Ja, leben im eigenen Apartment ist nicht nur ne teure Angelegenheit, ich kann auch nicht die Vorzüge wie jeden Tag ein gemachtes Zimmer und unendlich duschen genießen. Also, werde ich diese Woche in eine günstigere Unterkunft ziehen für die letzten 4 Monate, jaja, so kurz ist's nämlich nur noch =) Das Praktikum macht Spass und die Kollegen sind total toll, allen voran meine liebe Noch-Mitpraktikantin Cynthia, deren Platz ich nächsten Monat vollständig übernehme. So kommt es, dass wir nicht nur zusammen zum Souveniershoppen stundenlang die Verkäufer supergünstig gehandelt sondern auch vor zwei Wochen Nanjing unsicher gemacht haben :) Im Umherführen von Besuchern bin ich ja mittlerweile sicherlich schon über dem Niveau eines Touristenführers, enthalten meine Besichtigungsprogramme auch Freunde, die zur Unterhaltung mit Einsteigen (namentlich die gute Marie) und Nachtausflüge ins Blue Marlin und diverse 1912-Clubs. Und weil die Marie so fleißig unterstützt hat und eben die Marie ist (und auch mal oft in diesem Blog erwähnt werden möchte^^), habe ich SO Nacht noch in ihren Geburtstag hineingefeiert und bin MO halb 6 direkt ins Office Shanghai zurück gefahren. Dass mein Hotel in Minhang wirklich schrecklich liegt, merke ich vor allem am Wochenende. Das erste richtige Wochenende in Shanghai endete nach lustigen Bar- und Diskobesuchen jeweils auf der Couch meiner Zwickauer Ladies, was aber nicht zum Dauerzustand werden kann. Und nach dem Wochenende...achja...da war ja dann eine ganze Woche frei :) Cool, ne? :) Die Chinesen feiern nämlich sowas wie Weihnachten, nennt sich Chinesisches Neujahr, und da haben alle eine Woche frei. Das klingt toll, weil es einen auch selbst betrifft, bald merkt man aber, dass eine Woche frei auch bedeutet, dass eben NICHTS auf hat. Zum Glück feiern einige nicht-asiatische Restaurants nur einen Tag (den Neujahrstag eben) und haben wieder wenigstens ein paar Stunden am Tag geöffnet. Den besagten Neujahrstag habe ich übrigens wieder am Bund verbracht. Von dem Feuerwerks-Disaster zum richtigen Silvester belehrt, stand ich allerdings mit den Mädels und den Kollegen schon eine Stunde früher auf der Dachterasse einer edlen Bar mit traumhaften Blick über Pudong. Dass dieser Ausblick eigentlich das einzige war, warum sich der Kampf am Eingang gelohnt hat, hatte ich nicht geahnt. Als es dann langsam soweit war, passierte was richtig Unerwartetes, denn alle wurden bis zur Hälfte der Terasse zurückgedrängt. Was solls, wir stehen immernoch in der ersten Reihe. Haha, na super, denn dann gabs eben ein Feuerwerk. 1,5m vor uns! Zündet die Bar doch ihr eigenes Feuerwerk und das eben auf der leergedrängten Seite der Freifläche, direkt vor uns!!! Explodiert eine riesen Batterie mit Feuer und Knall und schießt Pappfetzen an unsere Kleidung. Und dann das eigentliche Feuerwerk direkt über uns, wo man es natürlich nur sieht, legt man den Kopf in den Nacken, nur um dann von Russ und herabfallenden Überbleibseln getroffen zu werden -.- Was für ein unvergessliches Silvester, wir mitten drin :) Übrigens war das mit das einzige was ich an dem Abend an Raketen gesehn hab, denn anscheinend gab es kein von der Stadt organisiertes Feuerwerk. Bevor es zum Bund ging, habe ich übrigens schon mit den Kollegen in der Wohnung vom Chef gefeiert, wo es selbstgekochte deutsche Köstlichkeiten wie Gulasch oder Nudelsuppe (nach Omas Art) gab :9 Feuerwerk habe ich übrigens noch bis zum heutigen Tag genug gehört (die knallern lieber), sporadisch fällt immermal irgendwo in der Gegend jemandem ein, mal noch eins zu zünden oder es wird mal wieder irgendein Gott willkommen geheißen. Tja, und dann eben eine Woche frei. Die ersten beiden Tage schön im Hotel gegammelt und einen Shanghaier Tempel besichtigt. Die letzten Tage aber, die wurden zum Verreisen genutzt. Und zwar ein Besuchstrip für Christina in Qingdao! Habe ich also ein paar Tage in der ehemals deutschen Küstenstadt verbracht und Christina Reiseleiter spielen lassen. Haben eigentlich alles gesehen, was die, wirklich kleine Stadt zu bieten hat. Ich finde, das ist eine Menge und ich bin ganz hingerissen von den Häusern, dem Bergdorfcharakter und den niedlichen Gassen, die mich gleich an Südtirol erinnert haben. Und dann: der Strand. Eine lange und superschöne Strandpromenade am Meer und es hat warm die Sonne geschienen, der Wind war nur etwas kalt. Eine total coole Speed-Boot-Fahrt auf dem Meer gemacht und einige Sehenswürdigkeiten am Meer und von den Deutschen besichtigt. Von uns stammt da übrigens DIE chinesische Brauerei, eben die Tsingtao Bier Brauerei, der wir auch einen Besuch abstatteten, naja, ein Biermuseum eben. Übrigens bin ich sowohl hin als auch zurück geflogen, gab es doch wegen dem chinesischen Neujahr kein einziges Zugticket in ganz China mehr. Achja, dieses Wochenende geht’s übrigens...^^....ach, ich komm ne los, Nanjing. Naja, es gibt auch einen Grund, unsere Wohnung. Die Mietzeit läuft aus und ich muss meine restlichen Kleinigkeiten (alle meine Schuhe) rausräumen und geputzt werden muss auch noch. Mal sehen, ob ich dann wieder diesem oder jenem Kollegen über den Weg laufe, wie in letzter Zeit schon öfters passiert :) In Nanjing ist es übrigens verboten rosa Herzluftballons mit in die Ubahn zu nehmen. Das hätten wir aber auch nie herausgefunden, hätte mir Marie nicht einen solchen am Konfuziustempel gekauft und wir dann nach Hause fahren wollten. Wir stehen an der Ticketmaschine, kommen ganz aufgeregt die Ubahnangestellten zu uns gerannt, zeigen auf den Ballon und stottern englisch, dass man mit dem nicht fahren darf. Große Ratlosigkeit und Unlogik unter uns 3 Mädels, überlegen wir, was Gefährliches an dem Ballon wäre, bis die Angestellte uns mitteilt: this colour. Die Farbe?? Was soll bitte mit ROSA sein? Die Antwort: sie verwirrt den Fahrer.......HÄ?! Da läuft eine mit einem rosa Mantel in die Ubahn und ich trage lustigerweise eine knallpinke Yilian-Tüte mit mir herum, was is damit?! Er schwebt, ist rosa und verwirrt deshalb den Fahrer....was sie nicht sagen. Während ich noch rumstand und versuche das nachzuvollziehen (ist mir bis heute nicht gelungen), schaltet Cynthia schneller, stopft das rosa Herz in die pinke Tüte und wickelt ihren schwarzen Schal drumrum. Da erhellen sich die Gesichter und man stellt fest: so geht’s. Was sagt man dazu? Mit dieser kleinen Geschichte schließe ich für heute meine letzten zwei Wochen ab und schieb mir nun zum...was weiß ich...10ten Mal in China meinen Lieblings-Sweeney Todd ins DVD-Laufwerk *there was a barber and his wife...*

Eure Karo aus dem 16. Stock (bewohne gerade mein 4. Zimmer in dem Hotel, musste wegen Bauarbeiten vor meiner Zimmertür umziehen^^)
Bambusdrache · 37 mal angesehen · Einen Kommentar verfassen

Permanenter Link zum ganzen Eintrag

http://bambusdrache.blogieren.com/Bambusdrache-b1/Ein-frohliches-Nihao-von-einer-erholten-Karo-b1-p22.htm

Kommentare

Bisher keine Kommentar für diesen Eintrag...


Einen Kommentar verfassen

Status der neuen Kommentare: Veröffentlicht





Ihre URL wird angezeigt.

 
Bitte geben Sie den Code ein, den Sie in den Bildern sehen


Kommentar

Optionen
   (Name, e-Mail und URL als Cookie speichern.)